Das Freibergsdorfer Hammerwerk

Der über 400 Jahre alte Freibergsdorfer Hammer ist ein technisches Denkmal und ein echtes Kleinod der Technikgeschichte. Eng verbunden mit der Tradition des Bergbaus und Hüttenwesens im Freiberger Revier, ist hier ein noch vollständig erhaltenes und funktionierendes Hammerwerk in all seiner Pracht zu bestaunen. 

 

Die Besucher kommen ins Staunen, wenn das Wasserrad mit der gebändigten Kraft des Wasser aus dem etwas oberhalb gelegenen Hammerteich die 9,5 m lange achtkantige Hammerwelle aus Eichenholz mittels eiserner "Daumen" die drei gewaltigen Schwanzhämmer in Bewegung setzt. Unter Vollast sind bei den 100 kg bis 250kg schweren Hämmern bis zu 60 Hammerschläge pro Minute möglich.

 


Geschichte

Um 1600 wird der Freibergsdorfer Hammer vom Rittergutsbesitzer Ernst Schönlebe erbaut und im Jahre 1607 erstmalig erwähnt: dem Zainhammer wird Aufschlagwasser zugesprochen und es treten Hammerschmiede als Pächter auf. Der Freibergsdorfer Hammer dient zur Herstellung von Eisenerzeugnissen und Werkzeugen für den Freiberger Bergbau und zahlreiche Gewerke, die sich mit dem Berggeschrey in und um Freiberg angesiedelt haben. 

 

1903 beginnt auf dem Freibergsdorfer Hammer die Fertigung von Kupfererzeugnissen. 

 

1974 wird jedoch nach 367 Jahren der Schmiedebetrieb endgültig eingestellt.

 

Von 1979 bis 1989 erfolgt die Rekonstruktion des Freibergsdorfer Hammers und der dazugehörigen Anlagen und Gebäude durch Freiwillige, aus   denen 1991 der Freibergsdorfer Hammerverein e.V. hervorgeht, der 2016 sein 25jähriges Jubiläum feierte.

Mehr Informationen zum Freibergsdorfer Hammerverein sind in der Jubiläumsbroschüre zu finden.